als erstes bin ich über ein blog gestolpert:
armtrotzarbeit.wordpress.com
interessiert habe ich die artikel gelesen und habe nach den stories gesucht:
*) über die manager, die sich ihre nase zuschneien müssen, um ihr gewissen leise zu halten und schlaftabletten gegen angstzustände schlucken.
*) über die tycoone, die tagtäglich einen überlebenskampf gegen die engsten freunde und die eigene familie führen und ihr leben in - vielleicht berechtigter - paranoia verbringen.
*) über die neureichen, die sich sehnen geliebt zu werden, aber immer wieder feststellen müssen, dass nur ihr geld begehrt wird,
*) über die präsidenten, die tausende tote zu verantworten haben und in ihren villen zum schutz vor terroristen weggesperrt werden.
*) über die massenweisen leute, die ihr leben nach einer alten weisheit verschwenden:
"wir geben geld aus,
das wir nicht haben,
für dinge die wir nicht brauchen,
um leute zu beeindrucken,
die wir nicht mögen."
was soll ich sagen: wohofsky hat immer nur über themen sinniert, wo es darum geht, kein geld zu besitzen...
später war ich in einem kleinen abgeschiedenen ort:
die sonne hat geschienen und ich war vom sport ausgetrocknet, welchen ich immer wieder benötige, um abschalten zu können.
eine bruchbude spendete schatten und daneben stand ein brunnen.
als ich mich am wasser labte, sah ich die beiden alten leute auf der bank. sie saßen gemeinsam dort und genossen den ersten warmen tag in diesem jahr.
wir plauderten ein bißchen.
da kamen mir all die geschichten wieder hoch, die ich in meinem leben erlebte:
die geschichte vom alten ehepaar, welches in ihrem häuschen lebt und die angebote von den söhnen ablehnen, die beide genug geld und willen hätten, ihnen eine villa zu bauen.
die geschichte von der mutter, die ihre kinder alleine aufgezogen hat und der stolz in ihren augen glänzt, wenn man heute von ihren söhnen spricht.
mir fiel die alte bäuerin ein, welche uns kinder mit butterbroten beschenkte und die milch nachfüllte, weil wir sie wieder im übermut verschütteten, bevor wir zuhause waren.
NEIN, wohofsky, NEIN!
die leute haben kein geld, die leute kämpfen täglich ums überleben,
aber warum zum geier, nimmst du dir heraus, sie als "arm" zu bezeichnen?
irgendwann werd ich mal t-shirts drucken lassen und verschenken:
ARM?
keineswegs - blos kein Geld
lg
dein dasBeobachter
