in diesem post möchte ich mich dem alten kampf zwischen esoterikern, agnostikern, atheisten und theisten widmen.
aber eines vorab: hier geht es nicht um die frage ob es einen gott gibt oder sowas, wie eine seele.
das hat mit dieser betrachtung nichts zu tun.
sondern hier geht's einzig und alleine um die frage, ob es "ein leben nach dem tod" gibt...
(wobei diese betrachtung keineswegs aussagekraft über "gott" "seele" und deren existenz hat).
*) biologische betrachtung:
rein biologisch stirbt der mensch, indem sein gehirn aufhört, signale zu feuern. (klinischer tod)
ich weiß: nicht ganz - scheintod usw. - aber bleiben wir im groben dabei.
hier definieren wir "der mensch" als "den körper" ("der geist" existiert ja durch die arbeit der gehirnzellen).
"leben" definiert sich als die existenz und die funktionsfähigkeit des körpers.
und natürlich stirbt, nach dieser ansicht, der mensch mit seinem körper.
aber seien wir mal ehrlich:
das ist doch das niveau von "kindergartenbiologie" oder "seinzeitwissen".
"der körper" ist zwar ein wesen (grob oberflächlich betrachtet), aber in der genaueren betrachtung ist der körper nur ein symbiotisches habitat, bestehend aus lebewesen (zellen) und deren ablagerungen.
dabei entstehen und sterben zellen, sodass der körper (das habitat) eines alten menschen wohl nurmehr wenig gemein hat,
mit dem, aus ei- und samenzelle entstendenen fötus.
zweitens weiß man auch, dass dieses habitat (dieser körper) nicht nur über den groben bauplan der gene (vererbungslehre / genetik),
sondern vorwiegend durch die wechselwirkung zu seiner umwelt in seiner entwicklung definiert wird.
(umwelteinflüsse / umwelteindrücke, stichwort spiegelneuronen oder epigenetik)
nun definiert sich wohl das leben als die gesamtheit der information, welche es ermöglicht, ein habitat zu gründen und funktionell zu gestalten. gespeichert in genen und wissen, welches sozial weitergegeben wird.
das habitat selbst hat ein ablaufdatum (tod).
die gesamtsymbiose beschränkt sich aber nicht auf einen einzelnen körper selbst, weil das habitat als einzelindividuum nicht (über)lebensfähig ist.
die symbiose der sozialen gesellschaft ist eine durchwegs essentielle erweiterung der lebensgemeinschaft und damit auch teil des habitates selbst.
die identität des habitates wird in teilen vervielfältigt (fortpflanzung) und in wechselwirkung kopiert (bsp. spiegelneuronen), sodass "der mensch" in seinen nachfahren (genetik) und in seinen mitmenschen (epigenetik, neurobiologie) durch seine beeinflussung anderer menschen (erziehung/beziehung) nach dem tod des körpers weiterlebt.
*) philosophische betrachtung:
"cogito ergo sum" - "ich denke, also bin ich" ist wohl der ausgangspunkt einer jeden philosophischen betrachtung über existenz und leben nach dem tod.
wobei ich mich hier sofort mit vielen philosophen anlege, wenn ich behaupte: "so stimmt das nicht ganz!" ...
descartes geht davon aus, dass meine existenz einzig durch mein denken bewiesen wird.
machen wir hier ein gedankenexperiment:
stellen wir uns vor, ich könnte nur denken, mich aber nicht erinnern.
ich würde in diesem falle aufhören zu existieren.
also müsste es eigentlich heissen: "ich denke und erinnere mich, also bin ich", denn ohne erinnerung (vergangenheit) keine existenz (gegenwart).
ich nehme an, dass meine "erweiterung" in descartes betrachtung für seinen zweck des beweises der existenz im wort "denken" beinhaltet war.
für meine betrachtung hier allerdings ist dieses detail sehr wohl wichtig und deswegen unbedingt herauszuheben.
tot bin ich - philosophisch betrachtet - wenn ich endgültig aufhöre zu existieren.
also - nach obg. zitat - aufhöre zu denken.
endgültig deswegen, weil menschen wohl auch scheintod (weder denken, noch erinnern) seun können, oder in situationen von bewusstlosigkeit / koma ohne erinnerung geraten: ich existierte für diese zeit nicht.
menschen, die ihre erinnerung verloren haben, stehen vor dem problem, dass "die andere existenz nicht ich" ist.
ich bin also tot, wenn ich endgültig nicht mehr existiere.
hier treffe ich auf ein ähnliches problem, wie ich oben in der biologischen betrachtung beschrieben habe:
ich!
denn "ich" besteht nur streng begrenzt betrachtet aus meinen gedanken.
vieles von dem, was ich denke (oder zu denken denke), habe ich mir angeeignet, kopiert oder habe es übernommen. (ideologie, bildung, sprache,...)
es sind gedanken anderer, deren summe mit meinen eigenen kreationen "ich" ergeben.
andere wiederum denken meine gedanken, welche ich in wechselwirkung verteilt habe...
nun - um es schnell auf den punkt zu bringen:
ich lebe in den gedanken anderer weiter, auch wenn ich aufgehört habe zu existieren. - also nach meinem tod.
*) physikalisch betrachtet...
müsste ich, um vom körper, der existenz und der materie zu sprechen, vom quant beginnen und seinen zuständen,
sowie der hypothetischen korrelation mit anderen dimensionen/universen.
aber abgesehen davon, dass ich hier bereits in einer hypothese stecke und hier lieber mal auf die erkenntnisse von CERN warte,
würde diese betrachtung wohl in richtung "seele" abschweifen,
und das - habe ich ja anfangs festgestellt - will ich hier absichtlich aus diesem post ausschließen.
also...
*) fazit:
wenn ich hier ein kurzes resümee ziehe, so komme ich auf den schluss, dass es wohl eine sache der betrachtungsweise und der definition ist, ob es ein leben nach dem tod gibt.
wobei man aber ohne weiteres einen punkt feststellen kann:
je begrenzter die sichtweise,
desto weniger sieht man ein leben nach dem tod.
Freitag, 20. August 2010
Freitag, 13. August 2010
Eines der sporadischen Lichtblicke,
wo eine zeitung das sommerloch wirklich sinnvoll nützt.
in der hoffnung, viele dieser alltagshelden im sommerloch zu finden, verbleibe ich
mit freundlichen grüßen an die redaktion von derStandard.at
ihr dasBeobachter.blogspot.com
links:
Alltagsheld Raimund Korner
hörbeispiele seiner durchsagen
in der hoffnung, viele dieser alltagshelden im sommerloch zu finden, verbleibe ich
mit freundlichen grüßen an die redaktion von derStandard.at
ihr dasBeobachter.blogspot.com
links:
Alltagsheld Raimund Korner
hörbeispiele seiner durchsagen
Dienstag, 10. August 2010
Die Leistungsgesellschaft.
unsere politikergemeinschaft überschlägt sich wieder einmal in schuldzuweisungen aller art.
haben doch nicht nur die schmarotzenden ausländer alle schuld der welt, so sind es doch auch die unantastbaren manager mit ihren provisionen, welche das fortkommen unserer leistungsgesellschaft und das öffnen der einkommensschere verursachen.
die politik schlägt nun vor, die wirtschaftskrise durch regelungen zu lösen, welche das einkommen der manager in zusammenhang mit dem erfolg des unternehmens stellt.
leistungsgesellschaft eben...
aber da kommt dasBeobachter doch eine idee:
ein leistungsabhängiges gehaltsschema für politiker.
ein politiker darf nicht mehr als das vierfache des mindesteinkommens
und nicht mehr als das doppelte des durchschnittseinkommens als gehalt bekommen.
natürlich werden diese grenzen um den prozentsatz der arbeitslosen (inkl. schulungen) noch vermindert.
und spesen sind öffentliche gelder zu öffentlichen zwecken - also komplett offen zu legen...
damit wäre wohl das wohl der politik vom wohl der bevölkerung abhängig und die politik würde für ihre leistung honoriert...
die frage ist, ob sich einer der politiker einer derartigen regelung annehmen muss, oder ob das volk die politik zu derartigen dingen zwingen müsste... ;)
haben doch nicht nur die schmarotzenden ausländer alle schuld der welt, so sind es doch auch die unantastbaren manager mit ihren provisionen, welche das fortkommen unserer leistungsgesellschaft und das öffnen der einkommensschere verursachen.
die politik schlägt nun vor, die wirtschaftskrise durch regelungen zu lösen, welche das einkommen der manager in zusammenhang mit dem erfolg des unternehmens stellt.
leistungsgesellschaft eben...
aber da kommt dasBeobachter doch eine idee:
ein leistungsabhängiges gehaltsschema für politiker.
ein politiker darf nicht mehr als das vierfache des mindesteinkommens
und nicht mehr als das doppelte des durchschnittseinkommens als gehalt bekommen.
natürlich werden diese grenzen um den prozentsatz der arbeitslosen (inkl. schulungen) noch vermindert.
und spesen sind öffentliche gelder zu öffentlichen zwecken - also komplett offen zu legen...
damit wäre wohl das wohl der politik vom wohl der bevölkerung abhängig und die politik würde für ihre leistung honoriert...
die frage ist, ob sich einer der politiker einer derartigen regelung annehmen muss, oder ob das volk die politik zu derartigen dingen zwingen müsste... ;)
Donnerstag, 5. August 2010
Der "Kleiderbauer Paragraph"...
da gibt's ja seit neuestem in österreich patriot-act gesetze zum haaresträuben...
ja: §278a StGB ist einer davon. - getarnt unter dem "schutz vor terroristen" ist er gezielt auf NGO's und unangenehme zeitgenossen, die sich eben auch illegal luft verschaffen.
nein, ich stehe nicht auf tierschützer, die pelze besprühen oder sachen demolieren.
wenn einer meint, so vorgehen zu müssen, so sollte dieser auch wegen sachbeschädigung, gemeingefährdung, körperverletzung - oder was er auch immer verbrochen hat - vor gericht gestellt werden.
dafür brauchen wir keine neuen paragraphen.
böse zungen behaupten ja, § 278a Stgb wurde exklusiv für die firma kleiderbauer gegen ihre unangenehmen zeitgenossen geschaffen.
zumindest sind eben jene leute nun vor gericht, die kleiderbauer angegriffen haben...
natürlich kann man den schwarzen diese absicht unterstellen. - aber es gilt natürlich die unschuldsvermutung.
langer rede kurzer sinn:
demokratie ist die stimme des volkes, und darum beteiligt sich dasBeobachter auch von zeit zu zeit an protestaktionen.
die ÖVP ist natürlich eine partei, welche medial punkten will und kann.
und so gehört sie natürlich auch zu jenen organisationen, welche professionell auf proteste mit einer dialektisch korrekten antwort reagieren.
und dann kommt auf so eine protestaktion gegen diesen paragraphen auch prompt eine persönliche antwort von hrn. "Kopf Karlheinz":
(in wirklichkeit kommt das persönlich adressierte automatisierte mail von Alpha Medien-Service im auftrag der VP)
HE!!! GEHT'S NOCH?????
was soll das heißen????
"sehr geehrtes dasBeobachter!
wir machen ein gesetz gegen die kleiderbauer terroristen und wenn der prozess vorbei ist, hat dieser paragraph seine schuldigkeit getan..."
geschätzter herr kopf (nomen est omen?)anlassgesetzgebung ist - AFAIR ist wohl derartige anlassgesetzgebung amtsmissbrauch der schlimmsten sorte!
...es gilt natürlich die unschuldsvermutung.
oder wurden hier einfach tierschützer zu versuchskaninchen umgewandelt und die verhandlung wird zum tierversuch?
ihr dasBeobachter.
ja: §278a StGB ist einer davon. - getarnt unter dem "schutz vor terroristen" ist er gezielt auf NGO's und unangenehme zeitgenossen, die sich eben auch illegal luft verschaffen.
nein, ich stehe nicht auf tierschützer, die pelze besprühen oder sachen demolieren.
wenn einer meint, so vorgehen zu müssen, so sollte dieser auch wegen sachbeschädigung, gemeingefährdung, körperverletzung - oder was er auch immer verbrochen hat - vor gericht gestellt werden.
dafür brauchen wir keine neuen paragraphen.
böse zungen behaupten ja, § 278a Stgb wurde exklusiv für die firma kleiderbauer gegen ihre unangenehmen zeitgenossen geschaffen.
zumindest sind eben jene leute nun vor gericht, die kleiderbauer angegriffen haben...
natürlich kann man den schwarzen diese absicht unterstellen. - aber es gilt natürlich die unschuldsvermutung.
langer rede kurzer sinn:
demokratie ist die stimme des volkes, und darum beteiligt sich dasBeobachter auch von zeit zu zeit an protestaktionen.
die ÖVP ist natürlich eine partei, welche medial punkten will und kann.
und so gehört sie natürlich auch zu jenen organisationen, welche professionell auf proteste mit einer dialektisch korrekten antwort reagieren.
und dann kommt auf so eine protestaktion gegen diesen paragraphen auch prompt eine persönliche antwort von hrn. "Kopf Karlheinz":
(in wirklichkeit kommt das persönlich adressierte automatisierte mail von Alpha Medien-Service im auftrag der VP)
"Was § 278a StGB anlangt, so ist derzeit ein umfangreiches Strafverfahren in Wiener Neustadt anhängig, das wohl abgewartet werden muss um feststellen zu können, ob die gesetzlichen Formulierungen treffsicher sind oder nicht. Erst nach diesem Verfahren kann daher, was § 278a StGB anlangt, über einen allfälligen Änderungsbedarf diskutiert werden. ..."'mal abgesehen davon, dass es schon eine lustige art eines gesetzgebers ist, ein gesetz zu schaffen, und dann mal zu schauen, "was da so passiert", (immerhin geht es hier um die zukunft von menschen), muss ich schon anmerken:
HE!!! GEHT'S NOCH?????
was soll das heißen????
"sehr geehrtes dasBeobachter!
wir machen ein gesetz gegen die kleiderbauer terroristen und wenn der prozess vorbei ist, hat dieser paragraph seine schuldigkeit getan..."
geschätzter herr kopf (nomen est omen?)anlassgesetzgebung ist - AFAIR ist wohl derartige anlassgesetzgebung amtsmissbrauch der schlimmsten sorte!
...es gilt natürlich die unschuldsvermutung.
oder wurden hier einfach tierschützer zu versuchskaninchen umgewandelt und die verhandlung wird zum tierversuch?
ihr dasBeobachter.
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