Sonntag, 18. November 2012

Die Relativitätstheorie des Lebens.

in anlehnung an die einstein'sche relativität und an descartes' fundamenttum inconcussum stelle ich hier mal die "relativitätstheorie des lebens" auf.
multiplikation und division sind in dieser konzeption natürlich nur im übertragenen sinne zu verstehen...

Ich = Gedanke * Erinnerung / Eindruck

ich ergibt sich aus meinen gedanken und meiner erinnerung.
ich ist dabei genauso relativ und ist eben von den beiden anderen variablen abhängig.
wenn ich eine beziehung eingehe, so schafft meine existenz mit der anderen eine neue identität ein neues ich: die gemeinsame erinnerung mit dem gemeinsamen gedanken.
wir definieren "ich" instinktiv variabel, sprachlich hingegen beschränken wir uns auf das habitat "menschlicher körper", was nicht korrekt ist.
denn die fans eines fussballclubs sind genauso eine eigene identität, wie eine nation oder eine glaubensgemeinschaft.
neue eindrücke stehen indirekt proportional zur erinnerung. - starke erinnerung prägt den neuen eindruck. gleichzeitig stellt die verarbeitung des eindrucks - die phantasie - eine veränderung des eindrucks dar.
gewaltige eindrücke lassen das ego schrumpfen.

Gedanke = Ich / Erinnerung * Eindruck.

je höher mein ego, desto weniger gewicht stellt die erinnerung dar, je stärker die erinnerung, desto mehr schwächt sie eigenständige identität.
fehlende identität und massive erinnerung führen zum verlust der "eigenständigen" gedanken...
der gedanke wird direkt vom eindruck geprägt, wobei dieser durch das eigene ego verändert wird.

Erinnerung = Ich / Gedanke * Eindruck.

die wichtung der neuen information hängt primär von der geschaffenen identität und der affinität zu diesem weltbild ab.
emotion steht direkt proportional zu erinnerungsfähigkeit.
das verarbeiten erlebter eindrücke schafft eine abschwächung des einflusses der identität.
die erinnerung wird verändert durch den gedanken und meine identität. der eindruck wird "menschlich" gestaltet, hohe emotion verstärkt den eindruck, während unsere gedanken ihn korrigieren.

am ende ergibt sich eine ergänzung:
existenz = ∆ich

ich kategorisiere und katalogisieren identitäten. - die "person X" die "fußballfans" die "ausländer" usw. wir erkennen daraus instinktiv die identität, vergessen aber, dass diese identität vom eigenen fokus und von der eigenen phantasie und der eigenen erfahrung verändert wurden...

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