Dienstag, 12. Oktober 2010

Die ganze Welt blickt heute auf Chile.

schon 3 kumpels wurden aus ihrer misere gerettet.
die nächsten tage werden es hoffentlich alle werden.

eine pionierleistung der minentechnik, hightec und immenser aufwand haben sich in dem moment bezahlt gemacht, als der erste kumpel das tageslicht wieder sehen durfte.

10mio USD werden die kosten wohl betragen.

wieviel hätte der wetterschacht gekosten, welcher als auflage dieser mine hätte gebaut werden müssen, und welcher die flucht ermöglicht hätte?
wieviel hätte die überprüfung dieser auflage gekostet?
wieviel schaden wurde angerichtet, und hätte angerichtet werden können?

gibt's solche missachtungen der sicherheit und damit die minderschätzung des menschlichen lebens nur bei dieser firma? ...nur in chile?

wofür benötigt man eine deckelung von schäden bei atomkraftunfällen?
was passiert, wenn der korrupte betreiber konkurs geht, wie zu befürchten ist?

ist das unglück in chile ein verwerflicher einzelfall oder nur eine logische konsequenz unseres wirtschaftssystems?
ist nicht die verwahrlosung und damit die sinkende sicherheit ein allgegenwärtiges phänomen im konkurrenzkampf um marktanteile?

wenn die betriebsdauer von atomkraftwerken verlängert wird, zu einem kolportierten zweck, der nicht nötig ist, mit argumenten, die widerlegt sind und sicherheitserklärungen, welche nicht der realität entsprechen,
frage ich mich, ob wir das recht haben, mit erhobenen finger auf manager zu zeigen, welche erze zum "marktpreis" abbauen, welche in unseren gerätschaften verbaut wurden...

ich frage mich natürlich:
ist das kupfer meines pc's aus dieser mine?
wobei es vielleicht gar nicht relevant ist, in welcher mine die bergleute ihr leben riskierten, ein bißchen geld für ihre familien zu erhalten.

mich würde eher interessieren, wieviel von jenem geld, das ich für mein kisterl ausgegeben habe, wirklich jene menschen  erreichte, welche die teile für dieses kisterl gebaut haben...

ich befürchte, die antwort kenne ich schon...

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